Lavoratore che riceve lettera di licenziamento e consulta documenti
Diritto del lavoro5 Min. Lesezeit

Das Unternehmen in der Krise entlässt Sie — und stellt kurz danach jemanden von außen ein. Das ist illegal

Wenn ein Arbeitgeber behauptet, die Stelle sei weggefallen, aber kurz darauf jemand anderen für dieselbe Aufgabe einstellt, ist die Entlassung rechtswidrig. Die Rechtsprechung ist eindeutig.

⚡ Kurz zusammengefasst

Eine betriebsbedingte Kündigung (licenziamento per giustificato motivo oggettivo) ist nur dann rechtmäßig, wenn die Stelle tatsächlich und dauerhaft weggefallen ist. Stellt der Arbeitgeber kurz nach der Entlassung einen externen Mitarbeiter für dieselbe oder ähnliche Aufgaben ein, widerlegt er damit selbst das Wegfallen der Stelle. Der Arbeitnehmer hat starke Argumente für eine Anfechtung.

Die häufigste Form illegaler Entlassung

Ein Unternehmen in wirtschaftlichen Schwierigkeiten kündigt einem langjährigen Mitarbeiter — der Grund: Umstrukturierung, Krise, die Stelle werde nicht mehr benötigt. Sechs Monate später erscheint eine Stellenanzeige für fast dieselbe Position, besetzt mit einem externen Kandidaten. Ist das legal?

Die gesetzlichen Voraussetzungen für betriebsbedingte Kündigung

Eine betriebsbedingte Kündigung ist in Italien nur dann rechtmäßig, wenn:

  • Die Stelle tatsächlich und dauerhaft weggefallen ist
  • Es keine zumutbare Möglichkeit gibt, den Arbeitnehmer in einer anderen Stelle unterzubringen (Repechage-Pflicht)
  • Der betriebliche Grund real und nicht vorgetäuscht ist
Wird dieselbe Aufgabe kurz nach der Entlassung von einem externen Mitarbeiter übernommen, beweist der Arbeitgeber selbst, dass die Stelle nicht weggefallen ist.

Die Repechage-Pflicht

Bevor ein Arbeitgeber jemanden betriebsbedingt entlässt, muss er prüfen, ob der Mitarbeiter in einer anderen zumutbaren Stelle im Unternehmen weiterbeschäftigt werden kann. Erst wenn keine solche Möglichkeit besteht, ist die Entlassung gerechtfertigt.

Was tun bei unrechtmäßiger Entlassung?

  • Innerhalb von 60 Tagen schriftliche Anfechtung der Entlassung
  • Innerhalb von 180 Tagen Klage beim Arbeitsgericht oder Einleitung der Schlichtung
  • Sammeln von Beweisen: Stellenanzeigen, Berichte über neue Mitarbeiter, Organigramme
  • Einen Anwalt für Arbeitsrecht oder die Gewerkschaft kontaktieren

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