Der informelle Hausverwalter: Ein auslaufendes Modell
Jahrzehntelang war der Hausverwalter oft ein Nachbar mit etwas Zeit oder ein Bekannter, der sich um die Verwaltung kümmerte. Keine besondere Ausbildung, keine Versicherung, keine Kontrolle. Das ändert sich grundlegend.
Die neuen Anforderungen
- Ausbildung: Nachweis einer spezifischen Ausbildung im Bereich Hausverwaltung oder Besitz eines relevanten Hochschulabschlusses
- Berufshaftpflichtversicherung: Pflicht zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung, die Schäden abdeckt, die durch Fehler des Verwalters entstehen
- Jährliche Weiterbildung: Mindestanzahl an Weiterbildungsstunden pro Jahr
- Keine Vorstrafen: Straffreiheit in bestimmten Bereichen
Ein Hausverwalter, der diese Anforderungen nicht erfüllt, kann von der Eigentümerversammlung mit einfacher Mehrheit abberufen werden.
Mehr Transparenz: Die Buchführungspflichten
Der Verwalter ist verpflichtet, ein Bankkonto ausschließlich für die Eigentümergemeinschaft zu führen, monatliche Auszüge vorzulegen und jährlich Rechenschaft abzulegen. Kein Vermischen von Gemeinschaftsgeldern mit privaten Mitteln.
Wie prüfe ich, ob mein Hausverwalter qualifiziert ist?
Fragen Sie nach dem Ausbildungsnachweis, der Versicherungspolice und den Weiterbildungsnachweisen. Ein seriöser Verwalter stellt diese Dokumente bereitwillig zur Verfügung.