Das harmlose Nasenspray, das zur Verhaftung führt
Ein italienischer Tourist kauft in der Apotheke ein gewöhnliches Nasenspray gegen Erkältung. Er fliegt nach Japan. Am Zoll wird er verhaftet: Das Spray enthält Pseudoephedrin, das in Japan als stimulierende Substanz eingestuft und dessen Einfuhr verboten ist.
Kein Einzelfall, kein Irrtum. Japan hat eine der strengsten Arzneimittelgesetzgebungen der Welt, und Unwissenheit schützt nicht vor Strafe.
Welche Substanzen sind in Japan verboten?
- Pseudoephedrin (in vielen Erkältungs- und Nasensprays enthalten)
- Codein (in vielen Hustenmitteln)
- Methylphenidat (Ritalin)
- Bestimmte Amphetaminderivate
- Einige Antidepressiva und Beruhigungsmittel über bestimmten Mengen
Japan, die Vereinigten Arabischen Emirate, Singapur und China haben besonders strenge Regelungen. Was in Europa legal ist, kann dort illegal sein.
Was tun vor der Reise?
Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte vor jeder Auslandsreise prüfen, ob diese am Zielort legal sind. Für Japan gibt es ein offizielles Genehmigungsverfahren (Yakkan Shoumei) für die Einfuhr verschreibungspflichtiger Medikamente. Das Außenministerium und die Botschaften des Ziellandes können Auskunft geben.